14. Dezember 2019 - Beiträge - Allgemein - Autor

50 jähriges Jubiläum und Weihnachtsfeier

Gruppenbild 2 Jubilare

Rauschendes Fest und strahlende Mitglieder bei der Jubiläumsfeier

Zur 50-Jubiläums- und Weihnachtsfeier hatte die Vorstandschaft der Oberstenfelder Landfrauen eingeladen und fast 90 Gäste waren am Montag den 9. Dezember in den Saal des ev. Gemeindehauses gekommen.
Nach einem Sektempfang begrüßte die Vorsitzende des Vereins, Annette Ulmer, alle Gäste auf`s herzlichste und ging in ihrer Rede auf die Gründungszeit und die Entstehung des Vereins im Winter 1969 ein. Auch wenn einige jüngere Gäste sich nicht an die erste Mondlandung der Menschheit oder Willy Brand als Bundeskanzler erinnern konnten, machte der Rückblick doch die Zeitspanne seit der Entstehung des Vereins deutlich. Großen Anteil an der Entstehung des Vereins hatte die damalige Kreisvorsitzende Lydia Sigle die 22 engagierten Frauen bei der Gründung des Ortsvereins unterstützte. Mit Lisa Nesper, Lore Kurz, Bärbel Kori und Meta Schmidt nahm die erste Vorstandschaft ihre Arbeit 1969 auf. In den Folgejahren wurde gebastelt, gewebt, gehäkelt, gemalt und gelacht. Mit Gymnastik hielten sich die Frauen in Ihrer Sport- und Tanzgruppe fit und ließen auch mal die Seele baumeln. Referenten reisten an und hielten Vorträge über Gesundheit, Ernährung, Gartenpflege, ferne Länder und fremde Sitten. Ausflüge in der nahen Umgebung und auch entferntere Ziele bereicherten das Leben der Mitglieder.
Mit der Renovierung des alten Bahnhöfle zog der Verein 1987 in seine neuen Räumlichkeiten.
Immer wieder fanden sich Frauen, die sich in beeindruckender Weise um das Fortbestehen des Vereins bemühte und so allen Mitgliedern die Möglichkeit boten, diese einzigartige Gemeinschaft zu erleben. Nach 50 Jahren kann der Verein stolz zurück und mit einem guten Gefühl in die Zukunft blicken. Mit den motivierenden Worten von Marie-Luise Gräfin Leutrum von Ertingen (Landesvorsitzende 1947-1959) schloss die Vorsitzende des Ortsvereins: „Die Vereine werden das sein, was wir selbst aus ihnen machen, und je mehr sich lebendig daran beteiligen, desto fruchtbarer wird es für alle sein.“
Zum halben Jahrhundert gratulierte auch der Oberstenfelder Bürgermeister Markus Kleemann, der es sich trotz vollem Terminkalender nicht nehmen ließ, mit den Mitgliedern zu feiern. Er lobte den Landfrauenverein als wichtigen Bestandteil im Vereinsleben der Gemeinde, der neben dem guten Miteinander auch wichtige Bildungsarbeit leistet.
Die Präsidentin des Landfrauenverbands Württemberg e.V. und Kreisvorsitzende des Landfrauenverbands Kreis Ludwigsburg Frau Marie Luise Linckh drückte in ihrer Rede ihre große Freude über die aktive Arbeit des Vereins sowohl in der Bildungsarbeit als auch in einer beeindruckenden Mitgliedergewinnung von 22 Neuanmeldungen aus. Über wichtige Themen des Verbands sowie über den aktuellen Stand von Gesprächen mit Ministerien berichtete Sie in ihrer informativen Rede.
Ein besonders ergreifender Augenblick war die Ehrung von 6 Frauen, die dem Verein seit 50 Jahren die Treue halten und bereits bei der Gründung dabei waren. Frau Marie Luise Linckh ehrte zusammen mit dem Ortsvorstand folgende Frauen:

Frau Hilde Brosi, Frau Bärbel Kori, Frau Irmgard Peiker, Frau Lore Kurz, Frau Klara Reichle und Frau Hildegard Ungerer.
Nach Klaviermusik durch Frau Heidrun Hellmich erfreuten die Mitglieder und Gäste sich an einem umfangreichen und leckeren Bufett.
Zur Freude aller, überraschten uns die Schauspieler der Schmalzhafenbühne Gronau nach dem Essen mit amüsanten Sketchen und guter Unterhaltung. Gekonnt wurden Szenen in die Oper, beim Arzt, Eheszene, beim Reifenhändler und die Vorbereitungen für ein Klassentreffen dargestellt. Mit lautem Applaus und Präsenten bedankten sich Vorstand und Mitglieder.
Schließlich konnte man bei weihnachtlicher Musik und dem anschließenden Neujahrsgruß von Frau Linckh den Duft von Weihnachten fast greifen. Mit den diesjährigen Weihnachtsgeschenken an die Mitglieder hatte sich der Vorstand etwas Besonderes einfallen lassen. Jedes Mitglied erhielt eine moderne, nach ethischen Richtlinien in Indien gefertigte Jutetasche für den täglichen Gebrauch. Ob im Einkaufen, beim Besuch im schönsten Freibad Deutschlands, auf Reisen, beim Saunabesuch oder in den Sport/Fitness – die Tasche ist nun überall dabei. Die Mitglieder wurden aufgerufen ihr schönstes Erlebnis von sich und der Tasche als Foto an den Verein zu senden damit im nächsten Jahr eine Prämierung der 3 schönsten Bilder erfolgen kann.
Nach Verabschiedung, guten Wünschen und einem herzlichen Dank an alle Mitglieder, Gäste, Helfer und Akteure sangen alle zusammen als Abschiedslied das Internationale Landfrauenlied.
„Wie könnte Freundschaft je vergehn und nicht im Herzen stehn – wie könnt was uns vereint vergehn bis wir uns wieder sehn …. Von Ort zu Ort, von Land zu Land erklingt ein Lied darein – Reicht Eure Hände fest zum Bund, wir wollen Freunde sein“